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Genuß mit Anspruch und Niveau, wie es mir gefällt, gefördert mit hochwertigem Intl. Product-Placement
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Gesprächs-Momente. Eine Begegnung
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gli occhi di milva..die Augen der MILVA la rossa..
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MILVA.. una vera donna Die stimmgewaltige, rote Diva wurde 70 Jahre und fragt sich selbst: warum bloß sprach ich davon, das es meine letzte Tournee war?
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Diese sympathische Maria Ilva Biolcati, wie Milva mit bürgerlichem Namen heißt, nahm ihre erste Single “Zusammenleben” 1978 auf. Damals noch unsicher ob ihre Deutschen Interpretationen angenommen werden, wurde auch das sofort ein intensiv wie impulsiv gekonnt präsentierter typischer Milva-Erfolg. Die brillante italienische Sängerin erhielt das Bundesver- dienstkreuz erster Klasse für ihren lobenswerten Beitrag zum deutsch- italienischen Kulturaustausch. Der deutsche Generalkonsul Folkmar Stoecker überreichte Milva den roten Orden im Mailänder Piccolo Teatro im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler. Bereits 1990 ehrte man sie durch die - Goldene Stimmgabel - Große Ehre erwies man Milva - la rossa - bereits im Jahr 2006 mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz der 1.Klasse - brava!
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Wo bleibt endlich ihre wahre Geschichte?
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Wahr ist auch, daß Milva mit ihren auffallend leuchtenden, wallenden roten Haaren nur noch solange "la rossa" faszinieren will und mag, solange Milva noch Konzerte gibt. Und das entscheidet sie irgendwann einmal selbst. Oder hat sie schon entschieden? Derartig absurde Boulevard-Pressenotizen: sie würde das singen ganz lassen um in die Politik zu gehen, sind unwahr. Und was den Fans garantiert bleibt ist, auch wenn es bei ihr ganz unzutreffend schon ein wenig pretentieux klingen mag, eine Diva, ganz bestimmt: Milva - "una vera donna". Ihre letzte große Abschieds-Tournee. So kündigt man sie an. Es ist ihre letzte Tournee, sagt die heute 70-jährige Künstlerin. Genießen wir Milva. Wer ihr genau zuhört, der bemerkt mit leichtem Klang wie zaghaft sie von der "vielleicht" letzten Gastspielreise spricht. Wie beruhigend allein das schon wirkt. Das Abschiedsprogramm hat sie sensibel aus dem Gesamtrepertoire vieler Jahre des Erfolgs als Opernsängerin, Schauspielerin und Chansonniere zusammengestellt und nennt es: "Alle meine Lieder von Liebe!" Abschied nehmen? Der Gedanke fällt sehr schwer angesichts dieser Frau, die auf der Bühne noch mit der gleichen Hingabe und Leidenschaft präsent ist wie vor vierzig Jahren als alles so unerwartet begann.
Ein Kommen und Gehen Auch dieser Abend, einer wie alle ihre anderen Showabende die manchmal leicht, manchmal eben "anders sind". Eine Stimme aus dem Lautsprecher sagt daß sich der Vorhang gleich heben wird. Dann plötzlich stürmt alles rasend schnell auf sie ein, es klopft an der Garderobe, jemand reicht die Hand begleitet sie zur Bühne. Nun gibt es kein Entkommen mehr, kein Davonlaufen ist möglich, nirgendwo hin, nicht zum Airport, zum Bahnhof oder weit, weit weg zum Horizont über dem Meer. Es gibt kein zurück von der Bühne. Aber weshalb auch. Denn nun beginnt Milva sich wohl zu fühlen. Der vertraute Sound, die Bühne verdunkelt sich, dafür nur noch gleißendes Spotlicht von vorne direkt auf ihr Gesicht. Mit Grazie wehrt ihre Hand vor den Augen das Licht etwas ab, gespielt unbeholfen sucht sie den Weg. Das Orchester beginnt mit dem Song " Mother " von John Lennon und da erscheint der Superstar im Glanz:, elegant, ganz Dame, Chansonidol die "la rossa" mit Charisma. Souverän schreitet unverkennbar Die Milva mit ihren schönen tizianroten, wallenden Haaren gekonnt lässig über die Bühne. Chic. In weißer Gianfranco Ferre-Bluse dazu dem eleganten Hosenrock aus schwarzem Seidenchiffon, schwarze Samtpumps. Auch im modischen Outfit eben italienisch Grandezza.
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Rosenzüchtung “Milva”
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Poesie ist nicht Verzweiflung Und plötzlich erlebt man die gewohnt großen aber gekonnt sparsamen Gesten. Es sind diese angedeuteten Vamp-Ambitionen mit der Kunst dennoch konzentriert in Lyrik und stimm- gewaltigem Gesang eben sie selbst zu sein. Sie ist es wirklich. Einmalig. Dazu diese markante Stimme in "bißchen" deutsch mit ""viel" italienisch dazu "ein wenig" französisch in allen Facetten dieser musikalisch, lyrischen Gesangswelt. Welche Faszination aber auch dann wenn sie sich nach dem Song ihrem Publikum dankend mit der auffallend überdimensionalen dezent rötlichen Echthaarmähne verneigt. Und plötzlich erlebt man die gewohnt großen aber gekonnt sparsamen Gesten. Es sind diese angedeuteten Vamp-Ambitionen mit der Kunst dennoch konzentriert in Lyrik und stimm- gewaltigem Gesang eben sie selbst zu sein. Sie ist es wirklich. Einmalig. Dazu diese markante Stimme in " deutsch mit "" italienisch dazu " französisch in allen Facetten dieser musikalisch, lyrischen Gesangswelt. Welche Faszination aber auch dann, wenn sie sich nach dem Song ihrem Publikum dankend mit der auffallend überdimensionalen dezent rötlichen Echthaarmähne verneigt. Man spürt es, sie hat alles mitgebracht, ihre Erinnerungen, die Träume, ihre Ängste, Liebe und Tränen auch zurückliegende Begegnungen sind da mit eingepackt. Ebenso das Lachen, und vor allem ihre so unterschiedlichen Lieder Enorme Energie bringt sie zur Tournee mit, je nach Stimmungslage leicht vielleicht manchmal sogar schwer. Es fällt ihr zusehends schwer im gleißenden Scheinwerferlicht in den Zuschauerraum zu blicken, aber da sind ihre Freunde, und sie weiß es, legt los, jetzt kann sie singen was sie will. Und wie!
Die Augen von Milva Sie wird bewundert als Interpretin solcher Lieder vom Tango- Komponisten Astor Piazzolla, Bert Brecht, Kurt Weill, oder Mikis Theodorakis auch Udo Lindenberg. Hervorragend auch die Teamarbeit mit ihrem bevorzugen Deutschen Textschreiber Thomas Woitkewitsch. Unverkennbar mit eigenem Charakter, ob "Milord", "Liberta", "Hurra wir leben noch" oder "Non, Je ne Regrette rien", sie glänzt als Chansonette alter, längst bekannter Lieder und nun dazu ganz neu von Giovanni Nuti in sehr gefühlvoll hervorragend vertonter Lyrik der erfrischenden Poesien einer der wohl angesehensten Poetin Italiens, Alda Merini. Zweimal schon wurde die für den Literatur-Nobelpreis nominiert. Sie war es auch die von Milva so melancholisch sagte: " Es ist nicht nötig, dass ich mich aufs Bett setze, um meine verlorenen Träume wieder zu sehen. Es reicht, die Augen von Milva anzusehen und ich sehe mein Glück".
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Milva singt ihre Lieder, Chansons und Brecht-Zitate neben Italienisch und Deutsch auch auf Französisch und Englisch.
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Brava Milva!
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Milva auch mit schwarzen Haaren
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Dabei begann Milvas Karriere gar nicht so glücklich wie aus einem Bilderbuch. Mit 16 war sie es, die allein den Unterhalt der Familie bestritt indem sie von Kneipe zu Kneipe tingelte und populäre italienische Liedchen trällerte. Dio mio, Abend für Abend dieses "sich zu Schau stellen". Aber da waren der Hunger, die Miete für die kleine Wohnung. Da waren ihre Eltern, da war die zwei Jahre jüngere Schwester Luciana der zwölf Jahre jüngere Bruder Domenico. "Ich sang gegen unsere Armut an", sagt sie mit einer überzeugenden Selbstverständlichkeit. Dann, 1960 kam die große Chance. Unter tatsächlich 7600 Bewerbern gewann sie den ersten Preis beim Schlagerwettbewerb der italienischen Rundfunkanstalt RAI. Daraufhin verlies sie ihr Elternhaus, sie reiste umher verdiente Geld. "Meine Eltern waren stolz" erzählt Milva mit einem Unterton von Bedauern. "Aber sie verließen sich völlig auf mich. Und ich ernährte somit die Familie."
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"Canta! Singe!" Mit dieser motivierenden Aufforderung lernte Milva ihren Mann kennen. Es war Maurizio Corgnati, der Redakteur beim italienischen Rundfunk war. beider Tochter Martina wurde bald schon geboren. Milva erst 23 Jahre jung. "Ich war plötzlich in einer ganz neuen Welt" . Es war Giorgio Strehler, der sie singen hörte und euphorisch zu ihr sagte: "Canta! Singe!" Dieser Strehler studierte mit ihr zunächst sieben Chansons von Brecht ein. Kurz darauf stand sie auf der Bühne des Piccolo Teatro in Mailand. Damals hatte sie nicht mal ahnen können, daß 45 Jahre später im April 2005 genau dort ihre zweite musikalische Zukunft quasi wiederbeginnen würde mit der Idee zum Lied: "Milva canta Merini". Damals stand sie das erste Mal mit roten Haaren auf der Showbühne. Vorher trug sie eine pechschwarze Perücke, weil sie wegen ihrer roten Haare Komplexe hatte. Erst Giorgio nahm ihr diese quälende Hysterie. Er brachte ihr bei, sich auf der Bühne richtig zu bewegen. Auch heute noch ist sie Giorgio dafür dankbar, traut sich fast nicht darüber zu sprechen, es sei doch so was wie herzlich empfundene Dankbarkeit heute schon ein wenig altmodisch. Diese Zuneigung, auch wenn sie nur beruflicher Natur war, ach was denken sie, "wir waren nicht mal gemeinsam zu Dinner". Entgegnet sie souverän. Aber ehrliche Dankbarkeit für Giorgio aber hat sie bis heute in sich behalten. Ihre ganz private und noch frische Verliebtheit gilt heute dem 68jährigen sympathischen Germanistik-Professor Roberto Bertozzi, zu dem "La Rossa", wie Milva in ganz Italien liebenswürdig genannt wird, einmal sagte: " Nur noch einige wenige Konzerte will ich zukünftig geben, aber keine Tourneen doch hier und dort mal einen festlichen Abend geben, und das alles nur damit wir, Roberto, mehr, noch mehr Zeit füreinander geniessen können". Ob da der gemeinsame Weg zum Traualtar zu erwarten ist?
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Nach allen den Jahren Noch heute trägt Milva in ihrem umfangreichen Notizbuch einen kleinen, abgegriffenen Zettel mit sich durch die Welt. Ganz privat für Milva. Nicht für die Öffentlichkeit. Giorgio schrieb ihr 1972 ein paar Sätze von Arthur Schnitzler auf, da steht geschrieben:
" Es war ein Spiel, was sollte es anders sein? Was ist nicht Spiel, das wir auf Erden treiben?wir wissen nichts von andern, nichts von uns. Wir spielen immer. Wer es weiß, ist klug. Ja, Carissima, das ist es doch, was man so Leben nennt."
Spätestens hier bemerkt der Milva Kenner daß nahezu sämtliche ihrer andauernden Gesangspoesien stets auch diesen Gedanken gewidmet sind und bleiben werden. Vom Sinn des Lebens vom Erleben mit allen Sinnen. Und allen seinen Konsequenzen. Wie das wahre Leben. Wie Milva selbst ebenso.
Sie hat es geschafft nach oben zu kommen. Sie hat es sich verdient und dabei anfangs dienen vor verdienen gestellt, wer so denkt der wird immer was verdienen! Das alles hat Kraft gekostet. Sie ist mit 70 nicht mehr jung doch zeigt sie in diesem schönen reifen Alter Konsequenz und Stärke, ebenso Güte und beweist im Konzertablauf bis zum Schlußbild sogar eine seltene Nähe auch zu ihrem Publikum.
Poesie und Paranoia Zuletzt erschien in 2007, absolut melodisch angepasst, ein italienisches Album: "Sono Nata Il 21 A Primavera", (Bin geboren am 21. des Frühlings), auf dem wunderbar schöne, unübertrieben grandiose wie gefühlsbetonte Lieder zu hören waren, auch solche nachdenklichen Texte wie wir es bei Milva stets gewohnt waren, solche die Alda Merini vermutlich mit untrügerischem Blick in unsere gnadenlose Alltagswelt etwas anders formuliert und sentimental prosaisch uns über das Synonym des Albatros zu vermitteln versucht.
Der Albatros (l `albatros) Textauszug: "Ich war ein Vogel mit weißem, liebenswürdigem Leib. Jemand hat mir die Kehle durchgeschnitten um darüber zu lachen, ich weiß nicht. Ich war ein großer Albatros und kreiste über den Meeren. Jemand hat meine Reise gestoppt ohne irgendeinen Ton von Mitleid. Aber selbst auf der Erde liegend singe ich jetzt für dich meine Liebeslieder."
Milva die große Sängerin und Theater- Schauspielerin, kommt garantiert wieder!
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Und diejenigen ihrer Fans, die längst erkannt haben, daß die Poesie keine Verzweiflung ist, daß die Poesie eine stolze Frau ist und eine rote Mähne hat, denen sei diskret verraten: stimmt, es war ihre letzte große Tournee, jedoch Milva-Konzerte, die allerdings wird es auch in Zukunft wieder geben!
Bereits seit über drei Jahren sind es zahllose Abende die immer wieder nach Wiederholung rufen, im Mailänder? Piccolo Teatro? oder wo wird es sein, ganz bestimmt sehr anspruchsvolle Abende aus dem bekannten, starken Programm: "Milva canta Merini". Mit dieser goldrichtigen Entscheidung scheint sie auf dem Zenith ihres Bühnenerfolges wahrscheinlich genau die Richtige getroffen zu haben! Brava Milva.
Ach ja, da war noch das Thema Haarfarbe. Immerhin schmunzelt sie über das Interesse des Publikums schon; also das entfärben der wunderschö- nen Haare von tizianrot auf nachtschwarz, da ist was dran, dass sie es sich doch noch überlegen will. Die Fans würden es sich doch wünschen. Zeiten kommen und gehen, inzwischen trägt Milva wieder genau dieselben -roten- Haare wie man sie kennt. Lebt am Comer See und plant unaufhörlich in die Zukunft. Ruhestand? Für Milva noch undenkbar. Voll Elan sagt sie stolz: “ Ich zeige weiterhin auf der Bühne was ich noch kann, so lange meine Fans das von mir wollen, ciao e buona giornata basta!”
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-Axel Thos Krell
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