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..diesmal besuchten wir in München, Tal 8, Das „Maredo Steakhouse“, Lage: Nähe Marienplatz, Ecke Viktualienmarkt. Tel.: 0049/89/294661
Unser Appetit war diesmal auf herzhaftes Steakfleisch ausgerichtet. Unser Besuch erfolgte am 02.10.2008, von ca. 12h00 bis 14h00 am Tisch No.29
Diese Restaurantkette bietet dem interessierten Gast eine Internet- Website zur Vorabinformation über Filialadressen bis zu Qualitätsaussagen Einladend liest sich die betont als Besonderheit angebotene Philosophie der Maredo Steakhäuser im World Wide Web: Zitat: „Unser oberstes Ziel ist die Zufriedenheit unserer Gäste. Dafür setzt Maredo seit über 35 Jahren auf freundlichen, kompetenten Service, strengste Qualitätskontrollen, intensive Mitarbeiterschulung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote und Konzepte. Gelebte Dienstleistung gehört zur Firmen- Philosophie.“ Aufgefallen war uns dabei die Definition:„gelebte Dienstleistung“ auch diesen Aspekt wollten wir beim Internet surfen prüfen und übersandten an den ausgewiesenen geschäftsführenden Gesellschafter der Maredo Restaurants eine Woche vor dem geplanten Restaurantbesuch über ein von Maredo angebotenes Web-Kontaktformular, eine freundliche E-Mail mit der kooperativen Bitte um aktuelle Informationen, zu aktuellen Qualitätsver- besserungen oder Plänen über die Maredo Steakhäuser. Zu unserem Befremden blieb diese Anfrage strikt ohne jede Resonanz. Alles auch eine Frage des Niveau. Diese von Maredo „gelebte Dienstleistung“. Das Internet erwähnt ebenso zum Standortprofil: „Innenstadtlagen, in der Nähe der Haupteinkaufsstraßen mit hohem Passantenaufkommen“ (Quelle: www.maredo.de) Die von uns selektierte lokale München Adresse: Im Tal, befindet sich in einer stark frequentierten Einkaufsstraße in Münchens Innenstadt. Zahlreiche Geschäfte und Restaurants ziehen Anwohner und Touristen erheblich dort an. In direkter Nachbarschaft sind: Asado-Steakhaus, Paulaner-Wirtshaus, McDonalds, Burger King , Kentucky FriedChicken, Maggi-Snacks, Häagen Dazs. u.a.
Die Eigenwerbung argumentiert im Sinne von: „Wie in den Grillrestaurants in Südamerika sorgt bei Maredo ein warmtoniges Ambiente dafür, daß sich Gäste sofort wohl fühlen.“ (Quelle: www.maredo.de)
Lust auf einen kulinarischen Kurzurlaub in Südamerika?
Dann lassen Sie sich von Ihrem Maredo Restaurant dorthin entführen! (Quelle: www.maredo.de)
Wenn man dieses von uns ausgesuchte Maredo-Restaurant betritt, bekommt man sofort den untrüglichen Eindruck: dieses Restaurant hat seine besten Jahre wohl weit hinter sich. Dunkle Bodenfliesen, Mobiliar und Einrichtungs- design erinnern gelangweilt an den 80er Jahre bayerischtreuen einfaches Wirtshaus-Charakter. Auch die optisch lieblos aufgestellten Ton- Dekorvasen erinnern an längst nicht mehr ansprechendes Dekoinventar.
War da nicht in der Werbung von Südamerikanischem Flair die Rede? Oh, ja zufällig war da ein Zugeständnis zum winzigen Flair Südamerikas: die Wandbilder und die dezente Hintergrundmusik. Es ist Mittagszeit, dennoch fällt auf, dieses Restaurant ist leer, beim Betreten um 12h00 mit nur einem Gast der sich, weshalb auch immer, in die hintere dunkle Ecke plaziert hatte, rundum nur auffallend leer. Es folgen im Verlauf der 2 Std. Verweildauer vereinzelt noch wenige Gäste. Die sehr nahe gelegenen Gastronomie-Mitbewerber sind zum gleichen Zeitpunkt immerhin mit bis zu mehr als 60% Auslastung erkennbar stärker Frequentiert.
Durch ein gebotenes Salatbuffet, die dahinter liegende Schanktheke und die Küche ist das Restaurant mittels schmalem Durchgang in -zwei- separate Gastronomiebereiche geteilt. Dadurch wirkt der hintere, optisch fensterlose zweite Bereich dunkel und gedrungen. Ein mäßiges Ambiente mit anmutender Atmosphäre einer sauberen Bahnhofskantine frappant ähnlich. Gemütlichkeit ist etwas anderes.
„Service mit Herz“ (Quelle: www.maredo.de)
Eine spürbar professionell engagierte Servicekraft bediente die Theke als wir den 2. Bereich des Restaurants betraten. Eine Begrüßung Ihrerseits blieb jedoch noch aus, emsiges klappern und irgendwelche hinter der Theke erfolgten Aufräumarbeiten störte die Absicht eine ruhige Restaurant- Verweildauer dort zu genießen. Wir entschieden uns spontan im vorderen zudem Tageslicht helleren Raum zu sitzen. Insgesamt wirkte dieses Restaurant absolut sauber. Der Bezugsstoff der Sitzbank die wir nutzten zeigte bereits unschöne Verschleißerscheinungen und an der Wand an der unser Tisch befestigt war erkannten wir belustigend (jedem Gast kann ja schließlich beim schütteln der Ketchup-Flasche der Deckel weit wegfliegen) aber enttäuscht über so viel Mangel an Sauberkeit offensichtlich undefi- nierbarer Speisen-Spritzflecke waren wir schon. Wer vor uns noch?
„Kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote und Konzepte“ (Quelle: www.maredo.de)
Die massive Werbung am Gästetisch, eine Flut an buntem, randvoll bedrucktem Papier permanent mit Superlativen der Werbemanager über Maredo`s , „Nur solange der Vorrat reicht!“ Speisen-Angebots-WirrWarr auf dem Tisch. Alles so etwas unübliches lenkte nur davon ab: ..Auswahl als Qual...was soll man nun wirklich bestellen? Zweimal mußte daher die freundliche Servicebedienung um Geduld zur überlegten Auswahl gebeten werden.
Das Speisenangebot war leicht „irritierend“ und bot von diversen Standard- sowie Mittags-, über eine Mittags-Plus Karte bis hin zu einem zusätzlich noch handschriftlich geschriebenen Spezial-Tagesangebot, einer Tagesangebot- Tafelwerbung nur im Eingangsbereich. An die man sich am Tisch schon gar nicht mehr erinnern konnte. Obwohl in den diversen Menuekarten erwähnt, dazu nochmals mittels Tischaufsteller eine Dessert- Angebotswerbung. Um dieses Papiergedösel auf dem mit Papierdekoratio- nen noch zu toppen: waren da gleich noch Werbefolder mit Maredo- Urlaubsland Informationen plus einer „Meinungsrückgabekarte“, mit typischem Gäste-Adressensammler.
Dazwischen, beinahe versteckt unter dem Papiergewusel eine lobenswert, praktische Menage mit Salz und Pfeffer mit integrierten Mahlwerk. Das winzige Porzellan-Töpfchen mit einer Art von Salsa-Sauce war so unauffällig versteckt, prompt ist es auch noch inmitten der Menue- Irritationen umgefallen. Das winzige Teelicht wurde nicht angezündet, vermutlich eine Sparmaßnahme und nur für den Fall einer eventuell ja anstehenden Wirtschaftskrise als Speiselicht-Lampe später doch noch zu verwenden. Allerdings wäre das als sehr lobenswert zu bewerten schon so weit voraus zu denken, denn man kennt den Tag-X ja nicht genau. Ohne Übertreibung damit war jeder Bewegungsfreiraum auf diesem Tisch doch etwas zugemüllt und eingeschränkt.
„Freundlicher, kompetenter Service“ (Quelle: www.maredo.de)
Die Servicebedienung gab sich kommunikativ, freundlich begrüßte am Tisch mit ihrem Namen, der mit diskretem Blick aus dem Augenwinkel identisch mit dem Brustschildchen war. Schließlich hebst es manchmal ja auch nur wo -der Name - draufsteht, ist auch - die Richtige - drin! Oder so ähnlich... Bereits nach zwei Minuten standen bestellte Apfelschorle und ein Helles vom Faß auf dem Tisch. Und wir haben uns aus dem Speisenangebot endlich entschieden: von der Mittagskarte, das Mittagsgericht 2; die Consommé Rinderkraftbrühe mit Fleisch und Gemüseeinlage.(3,50 Eur) sowie ein Rinderhüft- und Schweinesteak mit Steakhouse Pommes und einem Salat vom Buffet (7,50 Eur) sowie von der Mittagstisch-Plus!-Karte: ein Rinderhüfte und Hähnchenbrust Natur, eine Ofenkartoffel mit Sauercreme. Dazu einmal ein Teller Salat vom Buffet.(9,80 Eur.)
Die Service Bedienung erkundigt sich korrekt nach der gewünschten Zubereitungsart, und wiederholte unsere Antworten, was absolut perfekt war. Inzwischen betritt, augenscheinlich der Restaurant Manager, den Raum. Erkundigte sich bei den bereits speisenden Gästen nach der Zufriedenheit.
Dabei fiel auf, er zeigte ein sehr „künstlich aufgesetztes Lächeln“.War er in dem nicht gut besuchten Restaurant damit überfordert? Zudem ein Verhalten welches spontan an den Begriff im Internet erwähnt, erinnerte : „intensive Mitarbeiterschulung“. Vielleicht nur da wir noch keine Speisen am Tisch haben, wurden wir von ihm nicht beachtet. Anregung: seine mögliche Frage zum Gast: „werden Sie gut bedient?“ Die war ihm fremd ! Und nicht gelehrt? Nachholen.
„Strengste Qualitätskontrollen“ (Quelle: www.maredo.de)
Obwohl dieses Restaurant keinen etwa nur Appetit machenden so typisch südamerikanischen Grillfeuer-Duft verbreitete, hatten wir einen gesunden Hunger. Auf zum Salatbuffet. Zum „knackig-frischen Salatangebot“. “Knackig- frische Salate vom Buffet“. Begriffe von: Wellness, Fitness und strengste Qualitätskontrollen. Hatte der Internetbesuch noch hinterlassen. Die optisch großen runden Plakate über dem Buffet unterstützen die Schlagworte, könnte aber zeitgemäßer eben aktualisierter sein. Die ca. 20 Salate sind gut sortiert und sauber in hellem Licht präsentiert,Themen wie „Südamerika und Wellness“, die fehlen. Lernen wir doch überall davon: in Öl eingelegtes Gemüse oder Nudelsalat sind nicht Wellness. Zugegeben da waren rohe Champignons, Tomaten, auch Thunfisch ohne Öl. Im Angebot gleich fünf beschriftete Töpfe an verschiedenen Salatsoßen davon 3 mit Knoblauch, Essig und Öl , auch separat .
Oh! Was soll das denn: bereits 2 der Salate zeigten oben lasche, angetrocknete Blätter und leicht braune Stellen. Eine umsichtige interne Qualitätskontrolle hätte es rasch erkennen müssen. Zum Tisch zurück gekommen, stand da ganz “allein” die Rinderkraftbrühe auf dem Tisch. Zumindest in diesem Moment vermißten wir jenes so gepriesene Thema einer gelebten Maredo-Dienstleistung. Die vorbeilaufende Servicebedienung hätte zumindest freundlich erwähnen können: „Ihre Suppe ist serviert..“ Man freut sich doch schliesslich so wohlwollend angesprochen zu werden.
Ein obligater Brotkorb mit einer Substanz von Magerquark-Kräuteraufstrich hatte jetzt den Weg zu unserem Tisch gefunden. Leider war der optisch sehr häufig vorher schon benutzte Brotkorb nicht so sauber als wäre er jemals gewaschen worden. Eine inliegende Serviette hatte ebenso bereits tagelang angesammelte Gebrauchsspuren hinterlassen. Irgendwie passend zu dem geschmacklich wie in seiner langweiligen Teig-Konsistenz nicht begeisternden Weißbrot. Als Antwort auf unsere freundliche Anfrage, ob denn bei so viel eigenem Frischfleischbestand in der Küche diese bestellte Consommé im Hause selbst gekocht war, oder doch Fertigprodukte dazu genommen werden? Entgegnete die höfliche Service-Bedienung leicht verlegen aber sympathisch ehrlich : „ Oh nein, es ist nicht so, da werden schon Fertigprodukte hinzu genommen..“. Nachdenklich ging sie.
Ein Besuch der sanitären Anlagen hatte für Damen sehr positiv überrascht. Alle notwendigen Utensilien waren verfügbar (Seife, Papier,Handtuchhalter) Beim Besuch der Herrentoilette war der sensible Geruchssinn für korrekte Toilettenpflege getrübt von leicht unliebsamem Geruch, der spontan an einen Pferde-Kutschenparkplatz mitten in Wien erinnerte. Allerdings war hier im Gastronomie-WC die optische Sauberkeit rundum dort gegeben, alle angebotenen Hygiene-Dinge erkennbar vorhanden.
„Maredo – in Steaks die Nr. 1. Im Maredo Restaurant finden Sie beste Steaks aus Südamerika vom offenen Grill“ (Quelle: www.maredo.de)
Nach nur etwa 15 Minuten Wartezeit kamen beide Hauptgerichte zur gleichen Zeit. Wir bewerteten das Preis-Leistungsverhältnis als gut. Das Fleisch war wie bestellt zubereitet, allerdings wurde die Bitte von einer Person das Fleisch möge „gut durchgebraten“ sein, etwas zu extrem ausgeführt...was aufgefallen war, die Speisen (mit Ausnahme der heißen Fleischbrühe) waren nicht heiß, die Ofenkartoffel wie auch die Steakhouse Pommes hätten absolut wärmer sein müssen, nach einer Minute des Speisens war es bereits fast zu kalt geworden. Die im Internet als hausgemachte Mayonnaise gelobte Beilage der Pommes Frites, sie offenbahrte sich enttäuschend als eine FastFood übliche 18Gramm Plastik- Tüten-Variante was doch etwas irritierte. Wie heisst es dort: „Bei Maredo ist für jeden Geschmack etwas dabei!“ ...oder auch: man muss es eben nur mögen.
Zum nun alles nur krönenden Abschluß erlaubten wir uns noch ein Dessert, wie es auf dem Tischset angeboten wurde. Das verführerisch klingende Caramel Fantasía, Halbgefrorenes aus zartschmelzender Karamell- und Schokoladencreme mit Karamell und Haselnussstückchen. (3,20 Eur) sowie einen Capuccino (2,50 Eur). Das gelieferte Dessert war in der Optik und im Geschmack eine wahre delikate Überraschung und wurde genüßlich verzehrt Der Capuccino mit aufgeschäumter Milch und einem süßen Keks rundete das Menue ebenso ab. Im vorliegenden MOMENTE-Akzente Restaurantbesuch-Report wird wie bei jedem Gastronomiebesuch unser Besteck Prädikat als adäquates Leistungsmerkmal verliehen. Zur Auswahl stehen die vier Kategorien unseres Besteck Prädikat: Goldbesteck / Silberbesteck / Chrombesteck / Plastikbesteck
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